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Technische Ausstattung

Unsere eingesetzten Messgeräte und die weiterverarbeitende EDV werden regelmäßig gewartet und modernisiert. Bereits 2010 haben wir den kompletten Umstieg auf die neueste Messtechnik mit automatischer Prismenverfolgung gemacht, um unsere Arbeit weiter rationalisieren zu können und hohe Qualitätsstandards zu sichern.

Wir können bei übersichtlichen Bauvorhaben mit beiden Geräten im Einmannmodus arbeiten. Dennoch haben wir aber auch die Möglichkeit, das Gerät im bewährten 2-Mannbetrieb für Aufmaße in schwer überblickbarem Gelände mit dichtem Bewuchs oder in stark frequentierten Plätzen einzusetzen. Auch beim traditionellen Aufmaß bewirkt die Messtechnik im 2-Mannbetrieb eine erhebliche Zeitersparnis.

Bei sehr übersichtlichen Bauvorhaben ist die moderne 1-Mann Station Trimble S6 mit Roboticstab das ideale Gerät. Mit dieser Station können wir zudem sehr effektiv Absteckarbeiten durchführen. Die Absteckpunkte können mit einer speziellen Software aus einem digitalen Plan ausgelesen und vor Ort abgesteckt werden.

Im Büro setzen wir für die zeichnerische Nachbearbeitung, Abrechnung und Planung das ACAD-gestützte greenXpert von Dataflor ein. Mit diesem Programm haben wir ein zuverlässiges und effektives Mittel zur Erzeugung von REB-konformen Bauabrechnungen, aktuellen Pflanzlisten oder auch ansprechenden Visualisierungen. Wir legen großen Wert auf eine einheitliche und übersichtliche Layerstruktur, die das weitere Arbeiten mit unseren Dateien übersichtlich und effektiv macht. Die Zeichnungsdaten können als DWG- oder DXF-file übergeben werden, die Leistungsverzeichnisse als GAEB-Dateien. Bei Geländemodellen können Punktsätze und Triangulationen als ASCI-File oder Excel-Tabelle exportiert werden.

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Georeferenzierung / Satellitenpositionierungsdienst

Bis zum Jahr 2003 existierte in Hamburg ein amtliches Bezugssystem mit Gauß-Krüger-Koordinaten, das wie ein gedachtes rechtwinkliges Netz mit in Nord-Süd-Richtung verlaufende Streifen über die Erdkugel gelegt war.

Um eine Lageanbindung von digitalen Aufmaßen an das Gauß-Krüger-Koordinaten-System und die NN-Höhen vornehmen zu können, wurden in Hamburg vom Amt für Geoinformation gebührenpflichtige Daten zu den Festpunkten zur Verfügung gestellt. Dieses aufwändige System der Kontrolle und Erneuerung von Festpunkten im Hamburger Stadtgebiet wurde aus Kostengründen vom Amt für Geoinformation eingestellt und durch neue Technologie ersetzt:

Ende 2003 begann in Hamburg die Umstellung des Lagefestpunktnetzes nach Gauss-Krüger auf die satellitengestützte Positionierung (SAPOS) nach ETRS89 (European Terrestrial Reference System). Ende 2005 wurde der letzte Bezirk umgestellt, so dass jetzt für das gesamte Stadtgebiet das ETRS-System gilt und Anbindungen nur noch über GPS (Global Positioning System) hergestellt werden. Dieses System arbeitet mit Signalen, die regelmäßig von 33-34 amerikanischen und russischen Satelliten gesendet werden, die die Erde in 20.000 Kilometern Entfernung umkreisen, und deren Laufzeit für die Lokalisierung des Empfängers ausgewertet wird. Lokale Referenzstationen prüfen die Satellitensignale, vergleichen diese mit bekannten Sollpositionen und errechnen entsprechende Korrekturwerte. Auf diese Weise kann mit GPS eine Zentimetergenaue Standortbestimmung erreicht werden.

Unterstützt werden die bisherigen Systeme vom unabhängigen zivilen europäischen Satellitennavigationssystem Galileo.

Im Unterschied zum alten Lagestatus nach Gauss-Krüger, der die Erde als Kugel betrachtet hat (Lagestatus 100), berücksichtigen die neuen Lagestati auch die tatsächliche Erdkrümmung, so dass eine den realen Verhältnissen angepasste Darstellung erfolgt (Lagestatus 320 und 310).

In Hamburg ist seit 2011 der Lagestatus 310 (UTM Abbildung) amtlich gültig.

Dieser basiert auf einer Projektion der Geoid-Daten auf eine das Geoid umgebende ideale Kugel. Das Geoid ist die Niveaufläche, die den mittleren Meeresspiegel unter dem Festland fortsetzt. Bei dieser Projektion kommt es aufgrund der unregelmäßigen Ausformung des Geoids zu einer Verzerrung der real aufgemessenen Flächen, die regional unterschiedlich groß ausfallen kann. In Hamburg beträgt die Abweichung etwa 4 cm auf 100m.

Das Aufmaß wird daher vorort im Lagestatus 320 (Gauss-Krüger-Abbildung) durchgeführt. Alle gemessenen Längen und Strecken entsprechen hier den realen Größen.

Für Architekten ist die Integration eines Aufmaßes in die digitale Stadtgrundkarte eine interessante Ergänzung zur Georeferenzierung.

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Die digitale Stadtgrundkarte DSGK

Im digitalen Zeitalter gibt es von Seiten der Städte und Kommunen das Bestreben sämtliche Flurkarten und ihre Informationen in ein Computersystem zu übertragen. In Hamburg werden alle diesbezüglichen digitalen Datenbestände vom Amt für Geoinformation verwaltet und erweitert. Die graphische Genauigkeit der digitalen Auszüge aus dem Liegenschaftskataster liegt bei 2 Dezimeter.
Die Digitale Stadtgrundkarte hat den Basismaßstab 1:1000. Sie enthält eine grundrisstreue Abbildung des hamburgischen Stadtgebietes mit allen Liegenschaften. Sie findet im Maßstabsbereich 1:500 bis 1:2500 Verwendung und ist Grundlage für flurstücks- und bauwerksbezogene Planungen.
Alle Inhalte, die in der früheren analogen Flurkarte enthalten waren, werden in der DSGK geführt und durch zusätzliche Inhalte ergänzt.

Sie beinhaltet im Wesentlichen:

  • Flurstücksgrenzen und Flurstücksnummern
  • Gebäude mit Hausnummern und Stockwerksangaben
  • Straßenführungen und Straßenbezeichnungen

Durch die Einbindung von Aufmaßen aus Tief-, Erd- und Landschaftsbau werden von allen öffentlichen Bereichen umfassende Informationen zu Bebauung, Entwässerung, etc. in einer großen Datenbank zusammengefügt.
Informationen zur Flächennutzung von öffentlichen Anlagen werden mittels dieser detaillierten Aufmasse in das Geoinformationssystem (GIS) eingepflegt und ermöglichen gezielte Abfragen zu Bestand und Pflegemassnahmen.

Auch Bäume werden in Hamburg digital verwaltet und mit der DSGK verknüpft. Die gesamten Informationen zu jedem einzelnen Baum finden sich durch direkte Objektverknüpfung in einer externen Datenbank, die vom jeweils zuständigen Gartenamt gepflegt wird.

Um die DSGK und das GIS ständig aktualisieren und den neuen Bestand einpflegen zu können, werden mittlerweile von der öffentlichen Hand generell digitale Aufmaße zur Abrechnung von Bauvorhaben gefordert.

Die Integration erfolgt über das amtliche Lagebezugssystem.

Die DSGK ist aber auch eine interessante Ergänzung zu landschaftsgärtnerischen Bestandsaufmaßen. Durch direkte Integration unseres Aufmaßes in die DSGK stehen zusätzlich auch Basisinformationen zu den angrenzenden Grundstücken zur Verfügung.
Die DSGK wird hierzu gebührenpflichtig vom Amt für Geoinformation in Auszügen abgegeben. Gerne fordern wir für Sie die Datenauszüge an.

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Prüfung von digitalen Aufmaßen

EDV-gestützte Abrechnungen sind lt. Empfehlung der FLL grundsätzlich nicht mehr rechnerisch, sondern nur noch logisch zu prüfen, da man Rechenprogrammen keine Rechenfehler unterstellt. Die logische Prüfung beinhaltet insbesondere das Nachvollziehen der Aufmasspläne in der Örtlichkeit, sowie einen Abgleich der in der Berechnung verwendeten und im Plan dargestellten Werte.

Für die digitale Abrechnung von Bauleistungen empfiehlt sich die Berechnung über die REB- konforme Koordinatenberechnung nach Gauss-Elling. Dieses Verfahren ermöglicht eine exakte Berechnung des Flächeninhaltes unabhängig von der Form, wohingegen die Zerlegung in Regelkörper nur bei einfachen Flächen ein genaues Ergebnis erbringt. Bei unregelmäßig geformten Flächen können Regelkörper nur noch als Näherungsformeln fungieren und sind somit der Koordinatenberechnung nach Gauss-Elling unterlegen.

Bei der Berechnung nach Gauss-Elling bestehen die zu prüfenden Werte aus den Koordinaten der Eckpunkte, welche durch fortlaufende Indexzahlen nummeriert sind. Um die Verwendung falscher Koordinatenwerte auszuschließen, welche die Berechnung verfälschen würden, bieten sich zwei einfache Verfahren an:

  1. Überprüfung der Lage anhand ihrer Indexzahlen und eines im Plan befindlichen Koordinatenrasters.
  2. Stichprobenartiges Berechnen von Kontrollmaßen zwischen einzelnen Koordinaten nach Pythagoras; im Plan oder in der Örtlichkeit können die Maße dann nachgemessen werden.
  3. die Flächenberechnung nach Gauss-Elling erfolgt maschinell und muß nicht mehr kontrolliert werden.

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Gartenjahr

Das Gartenjahr beginnt bereits im Winter nach der Schneeschmelze mit den ersten Frühlingsboten. Es ist die Zeit der Zwiebelpflanzen, die uns lange vor Frühlingsbeginn mit farbenprächtigen und wetterfesten Blüten erfreut.

Viele dieser Pflanzen eignen sich vorzüglich zum Auswildern unter Gehölzen oder in Rasenflächen. Wichtig ist allerdings, diese Flächen nicht zu mähen, bevor die Zwiebelpflanzen ihr oberirdisches Wachstum eingestellt haben und die Blätter welken.

Gut geeignet zum Auswildern sind z.B. Schneeglöckchen, Märzenbecher, Scilla, Wildkrokusse und kleine Narzissen. Frühjahrsblühende Zwiebelpflanzen steckt man im Herbst.

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Mit dem meteorologischem Frühjahrsbeginn reagieren eine Vielzahl von Polsterstauden aus dem alpinen Raum auf die erste Wärme mit überschwänglicher Blüte und lassen einen Gartenspaziergang im März - April zu einem abwechslungsreichen Ereignis werden.

Diese Stauden sind zumeist hervorragend zum Bepflanzen von Mauerfugen geeignet, aber auch für den schattigen Bereich finden sich Frühblüher wie z.B. das Leberblümchen oder das Duftveilchen. Die Stauden können jederzeit gepflanzt werden.

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Der "Wonnemonat Mai" hat seine Beliebtheit sicherlich auch der explosiven Abfolge von Laubaustrieb, Blütehöhepunkten und dem unübersehbaren Pflanzenwachstum zu verdanken. In schneller zeitlicher Abfolge erfreuen uns die blühenden Obstbäumen, danach übernehmen Rhododendren und Azaleen in ihren leuchtenden Farben und die Beetstauden nehmen wieder ihren Platz ein.

Ein Garten kann zu dieser Jahreszeit schwerlich trist wirken - höchstens zu bunt. Um ein harmonisches Gartenbild zu erhalten ist es hilfreich, sich für einzelne Gartenräume gezielt Blütenfarben herauszusuchen, die zueinander passen. Hohe Stauden sollte man in sich wiederholenden Gruppen setzen und Bodendecker großflächig verwenden. Weniger ist hier oft mehr!

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Der Sommer ist die Zeit der Rosen und Prachtstauden. Die hohe Kunst, ein über Wochen reizvoll wirkendes Rosenbeet zu erhalten, besteht darin, die Pflanzen nach Blütezeit, Farbe und Wuchshöhe passend zueinander zu setzen. Wer gerne im Garten experimentiert kann jedes Jahr in Teilflächen neue Aspekte mit Sommerblumen setzen.

Wer lieber weniger tun mag, sollte robuste Bodendeckerrosen mit Begleitstauden pflanzen und kann sich dann auf Düngung und Rückschnitt beschränken. Als klassische Rosenbegleiter gelten Lavendel und Formschnitt-Buchs, aber es gibt eine Vielzahl von Stauden und Gräsern, die ein Rosenbeet lebendig werden lassen und die Rosen wie einen Blumenstrauß umgeben.

Sehr gut geeignet sind z.B. Salbei, Glockenblumen, Schleierkraut, Perlkörbchen und Purpurglöckchen. Zur zweiten Blüte im Herbst eignen sich Schleierastern, Kissenastern und natürlich halbhohe Ziergräser wie Gartenhirse, Federborstengras oder Gartenschmiele. Strauch- und Kletterrosen lassen sich wunderbar mit sommerblühenden Clematis kombinieren, die man allerdings im Frühjahr zurückschneiden sollte.

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Im Altweibersommer verändert sich das Licht, es ist die Zeit des Frühnebels, der Spinnweben und ein letzter Blütenrausch der Stauden trifft mit ersten Früchten und der beginnenden Herbstfärbung zusammen. Klassisch sind die Astern mit ihren leuchtenden Farben, aber auch Herbstanemonen, Sonnenhüte und Eisenhut sowie die 2. Rosenblüte lassen sich hervorragend kombinieren und kontrastieren.

Etwas Geduld muß man für die Startphase von Gräsern mitbringen, aber erst einmal eingewachsen bringen sie eine unersetzliche Leichtigkeit in die Beete und kaschieren auch die von unten verkahlenden Stängel von Edelrosen und hohen Stauden. Als Raumbildner fungieren die Chinaschilfe, die mit ihren Blütenständen bis in den Frost hinein Freude bereiten.

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Mit dem Fortschreiten des Herbstes setzen die Gehölze mit ihren leuchtenden Herbstfarben den Akzent in unseren Gärten. Nach und nach verdünnt sich das pflanzliche Rahmenwerk, lediglich Rosen, Ziergräser, und die spätblühenden Stauden unterstützen noch den letzten Farbrausch. Astern und Chrysanthemen kommt jetzt die zentrale Rolle im Staudenbeet zu - einige Sorten blühen bis zum Frost durch. Ein Garten ist jedoch mehr als eine reizvolle optische Erscheinung.

Er kann vielen Tierarten Nahrung, Schutz und Unterschlupf bieten. Viele Vogelarten wie Meisen, Zaunkönige und Finkenarten ernähren sich von Samenständen oder suchen unter der Laubschicht nach Würmern und Insekten. Es ist für die Lebendigkeit und Vielfalt in unseren Gärten daher unerlässlich, den Garten im Herbst nicht gänzlich "aufzuräumen", sondern Gräser, Stauden und auch Laub stehen bzw. liegen zu lassen. Wir werden mit vielfältigem Besuch aus der Tierwelt belohnt.

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Der jährliche Laubabwurf weckt bei den meisten Gartenbesitzer eine gewisse Melancholie, verbunden mit der Aussicht auf lange, dunkle Wintermonate, in denen es weder grünt noch blüht. Zu Unrecht! Denn noch schmücken frostfeste Beeren, Samenstände und Gräser den Garten und bilden zusammen mit den immergrünen Pflanzen die Wintersilhouette. Bei kaltem Wetter mit Raureif und Eiskristallen überzogen verwandeln sie sich in zauberhafte Skulpturen.

Samenstände von Gräsern und Stauden dienen zudem als natürliche Nahrungsquelle für Kleinvögel und werden gerne in lebhaften Trupps besucht. Bereits ab Mitte Dezember beginnen die ersten Gehölze zu blühen. Zaubernuß, Duftender Schneeball, oder die Schneekirsche sind wohl die schönsten winterblühenden Gehölze. Diese Gehölze, unterpflanzt mit Zwiebelpflanzen, führen zu der endgültige Überzeugung, dass das ganze Jahr Gartenjahr ist!

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